Neubau Ärztezentrum Unterägeri ZG
Auftraggeberin: Gemeinde Unterägeri
Realisierung: 2026
Auftragsart: Direktauftrag
Innenarchitektur/Visualisierung/Ausführungsplanung/Oberbauleitung:
Marcel Baechler, Innenarchitekt vsi.asai. REG B
Noëlle Baechler, Architektin MSc ETH
Bauleitung: Marco Fehlmann, Fehlmann & Partner GmbH
Ärztezentrum Unterägeri – Funktionalität trifft Charakter
Im neuen Ärztezentrum Unterägeri setzen wir mit unserer Innenarchitektur auf eine Verbindung von Funktionalität und Gestaltung mit Charakter. Die sorgfältig ausgewählten Materialien erfüllen höchste Anforderungen an Hygiene, Langlebigkeit und Komfort und schaffen gleichzeitig eine Atmosphäre, die Professionalität mit einer klaren architektonischen Haltung verbindet.
Ein prägendes Element ist die Bezugnahme auf den Ägerisee. Über Jahrhunderte war er ein Ort des Flössens, an dem Holzstämme nebeneinander treibend transportiert wurden. Diese Tradition inspirierte uns, Holz und Stein als zentrale Materialien einzusetzen: Kiesel als Motiv für die Bodenbeläge, Holz als dominantes Gestaltungselement bei Möbeln und Ausbau. Der Empfang greift dieses Bild auf – seine strukturierte Holzfront in versetzter Anordnung erinnert an die nebeneinander treibenden Stämme und schafft einen markanten Mittelpunkt im Eingangsbereich. Ergänzt durch eine massive Thekenauflage im Steineffekt sowie moderne Hängeleuchten entsteht eine kraftvolle, aber zugleich einladende Empfangssituation. Die dahinterliegende Holzwand mit integrierter Verglasung ermöglicht eine optische Verbindung zu angrenzenden Räumen und trägt zur offenen und hellen Gestaltung des Bereichs bei.
Der durchgängige Bodenbelag aus Vinyl mit Kieselsteinmuster verbindet die Gemeinschaftsflächen und sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild. Er greift die Symbolik des Seegrunds auf, wirkt beruhigend und überzeugt zugleich durch Rutschfestigkeit und Pflegeleichtigkeit – eine funktionale Lösung für den hohen Publikumsverkehr. In den Untersuchungszimmern wird dieses Konzept durch Vinyl-Holzboden weitergeführt: Er vermittelt Wärme und Geborgenheit, bleibt hygienisch und langlebig, und wird durch eine Tapete mit abstrakter Graslandschaft ergänzt, die subtil den Blick auf den Ägerisee interpretiert.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Wartebereich, der durch die Fortführung des Kieselbodens, eine Naturillustration mit Seenlandschaft und stilisierten Kranichen sowie eine Deckenkonstruktion, die die Wasseroberfläche mit aufgehender Sonne nachzeichnet, geprägt ist. Ergänzt durch eine strukturierte Metalloberfläche, die das Licht bricht, und einen runden Ausschnitt mit indirekter Beleuchtung, entsteht eine Raumwirkung, die den Bezug zur Natur des Unterägeri Sees konsequent aufgreift und zugleich eine moderne, differenzierte Gestaltungssprache vermittelt.
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